Wenn es permanent in den Ohren klingelt oder ständiges Fiepen über lange Zeit keinen ruhigen Moment zulässt, leiden Betroffene häufig unter Tinnitus. Etwa zehn Prozent der Bevölkerung lernen im Laufe ihres Lebens diesen akustischen Begleiter kennen. Viele verstehen Tinnitus fälschlicherweise als Krankheit, doch tatsächlich handelt es sich um ein Symptom, das ganz verschiedene Ursachen haben kann. Um den Tinnitus erfolgreich zu bekämpfen, ist eine rein symptomorientierte Behandlungen jedoch nicht ausreichen. Vielmehr gilt es, Ursachen des Tinnitus zu ergründen und zu behandeln sowie dessen Auswirkungen auf die zentrale Hörverarbeitung und das vegetative Nervensystem entgegenzuwirken.

Gründe für Tinnitus gibt es viele. Lärm und Stress, Ohrenerkrankungen – wie Hörstürze – und Verspannungen der Halswirbelsäule oder im Kiefergelenks-Bereich stellen nur einige mögliche Auslöser dar. Grundsätzlich unterscheiden HNO-Ärzte akuten und chronischen Tinnitus. Von akutem Tinnitus sprechen sie bei einer Dauer von bis zu sechs Monaten. Halten die störenden Ohrgeräusche länger an, leiden Patienten an chronischem Tinnitus.

Untersuchungen & Therapie

Bei Ihrem ersten Arztbesuch klärt der HNO-Arzt in einem ausführlichen Patientengespräch den Krankheitshintergrund ab und untersucht Hals, Nase und Ohren auf mögliche Schädigungen. Bei noch nicht chronifiziertem Tinnitus leiten HNO-Ärzte in der Regel als erstes eine medikamentöse Therapie ein. Sie dient der Durchblutungsförderung im Ohr. Zusätzlich können Maßnahmen zur Stressreduktion und zur muskulären Entspannung sinnvoll sein.

Beim Befund „chronischer Tinnitus“, der für viele endgültig klingt, gibt es mittlerweile ebenfalls gute Therapiemöglichkeiten, die sich vor allem auf die Verarbeitung der Geräusche im Gehirn und die psychovegetativen Folgen des Tinnitus beziehen. 

Naturheilkundliche Verfahren, die gegen Tinnitus helfen können:

Videomaterial

Tinnitus, Schlafstörungen, Schnarchen, Therapiemöglichkeiten