Tinnitus hat viele Gesichter. Allen Formen gemeinsam: Sie lassen Betroffenen kaum einen Moment der Ruhe und Entspannung. Tinnitus gilt bisher als nicht heilbar. Für alle Patienten mit einem tonalen Tinnitus, also einem Ohrgeräusch, das seine Frequenz nicht oder nur unwesentlich ändert, gibt es nun eine neue Therapie. Mithilfe eines speziellen Geräusch-Mixes wird dabei der Tinnitus auf neuronaler Ebene reduziert. In Einzelfällen verstummt er sogar ganz.

Viele Tausend Nervenzellen im Hörzentrum unseres Gehirns nehmen kleinste Geräusche vom Ohr auf und wandeln sie in Sinneseindrücke um. Nur ihretwegen können wir Geräusche richtig interpretieren und ein vorbeifahrendes Auto von einem Vogelzwitschern unterscheiden. Beim Tinnitus produzieren die Sinnes- oder Nervenzellen eigenständig Töne. Je mehr Zellen daran beteiligt sind, desto lauter und intensiver ist der Tinnitus. Das Wirkprinzip der neuen Mynoise-Therapie beruht darauf, die Nervenzellen, die den Tinnitus übertragen, wieder umzuprogrammieren. Dies gelingt durch eine individuell auf die Tinnitusfrequenz abgestimmte Geräuschdatei, bei der die Tinnitustöne ausgeschnitten und die Nachbarfrequenzen verstärkt werden. Das deaktiviert die betroffenen Nervenzellen und der Tinnitus wird im Laufe der Zeit immer leiser. Da es sich um einen Lernprozess handelt, ist regelmäßiges Hören der Datei wichtig. Über Kopfhörer hören Patienten täglich idealerweise zwei Stunden ihr Therapiesignal.

Weitere Informationen unter www.mynoise.de.